Roland Stach ist neuer Berner Synodalrat

Zu Beginn ihrer zweitägigen Wintersitzung wählten die Synodalen der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn ein neues Mitglied für die Exekutive.


Die Synode der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn begann am Morgen des 12. Dezembers mit einer Ehrung Jörg Haberstocks, der am 25. Oktober verstorben war. Haberstock war von 2013 bis zu seinem Tod Mitglied des Synodalrats und leitete dort die Zentralen Dienste. Das Departement mit der Personalführung und den Finanzen sei auf der Hand gelegen, da Haberstock grosse Erfahrung aus dem kaufmännischen Bereich mitgebracht habe, sagte Synodepräsident Hansruedi Schmutz. «Das Schöne an ihm war, dass er trotz seiner manchmal schwierigen Aufgaben den Spass und seinen Humor nie verloren hat. Merci dafür.»

Eine Fraktion ist nicht mehr vertreten

Nach diesem Dankeswort sowie einer Schweigeminute schritt die Synode zur Wahl eines neuen Mitglieds für die Exekutive. Als einziger Kandidat stand Roland Stach aus Bettlach (SO), Mitglied der Liberalen Fraktion, zur Verfügung. Eine Kandidatur der Fraktion Kirchliche Mitte, welcher der freigewordene Sitz eigentlich zugestanden hätte, wurde noch vor der Wintersynode zurückgezogen – aus Mangel an Unterstützung, wie die Sprecherin sagte.

Von verschiedener Seite wurde bedauert, dass die Fraktion nun nicht mehr im Synodalrat vertreten sein würde. Die Liberalen, die mit Präsident Andreas Zeller bereits einen Vertreter im Synodalrat haben, sicherten jedoch zu, dass Stach bei einer Wahl auch an den Sitzungen der Kirchlichen Mitte teilnehmen und deren Interesse in der Exekutive vertreten würde.

Schliesslich wurde Stach mit 140 Stimmen bei einem absoluten Mehr von 71 Stimmen gewählt. 42 Stimmzettel gingen leer ein.

Roland Stach

Roland Stach ist Mitglied der Liberalen Fraktion, wird aber auch an den Sitzungen der Kirchlichen Mitte teilnehmen.

«Ein Brückenbauer»

Stach ist 64 Jahre alt und ordinierter Pfarrer mit verschiedenen Weiterbildungen im Bereich Unternehmensführung, strategische Planung und Projektmanagement. Er ist zudem Oberst in der Schweizer Armee und gehörte dort unter anderem dem Generalstab an. Seit Sommer 2017 befindet er sich im vorzeitigen Ruhestand.

Von seiner Fraktion wurde er im Vorfeld der Wahl als «Brückenbauer» beschrieben, als «Denker und Schaffer». Stach sei es gewohnt, lösungsorientiert zu arbeiten, so Fraktionssprecher Christoph Jakob. Kritik gab es lediglich dahingehend, dass mit Stach nicht nur die Liberale Fraktion, sondern auch der Berufstand der Pfarrer im Synodalrat übervertreten sei. Der Gewählte selbst sagte, er freue sich darauf, in einer sehr anspruchsvollen Zeit im Synodalrat mitwirken zu können. «Für Ihr Vertrauen bedanke ich mich herzlich.» (vbu)