Humanitäre Krise

UN machen Weg für Afghanistan-Hilfe frei

Der UN-Sicherheitsrat hat eine Resolution verabschiedet, mit der die Versorgung von Millionen hungernder Menschen in dem Land erleichtert werden soll. Seit der Machtübernahme der Taliban sind viele Hilfsgelder blockiert.

Einstimmig hat der UN-Sicherheitsrat eine Resolution verabschiedet, die den Kauf und die Verteilung von Lebensmitteln, Medikamenten und anderen Hilfsgütern für Afghanistan möglich machen soll. Gleichzeitig will die UNO sicherstellen, dass keine finanziellen Mittel in die Hände der radikalislamischen Taliban fallen. Der UN-Nothilfekoordinator Martin Griffiths begrüsste die Entscheidung: Damit könnten Menschenleben gerettet werden.

In früheren Resolutionen hatte der Sicherheitsrat umfangreiche Sanktionen gegen die Taliban verhängt. Seit der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan im August blockierten Geberländer Milliarden Dollar an Hilfsgeldern und Finanzmitteln für Entwicklungsprojekte. Dadurch verschlimmerte sich die humanitäre Lage in dem Land am Hindukusch immer stärker.

Im nächsten Jahr soll laut den UN die humanitäre Hilfe rund 22 Millionen Menschen in Afghanistan erreichen, das sei die grösste humanitäre Hilfsoperation weltweit. Die UN und rund 160 Hilfsorganisationen organisieren die humanitäre Unterstützung für die afghanischen Kinder, Frauen und Männer. (epd/mos)