Über 360 Migranten dürfen in Sizilien an Land

Für mehrere hundert Schutzsuchende an Bord des Rettungsschiffes «Open Arms» hat die Wartezeit ein Ende. Das Schiff ist in den Hafen der sizilianischen Stadt Pozzallo eingelaufen. Zuvor hatte Malta eine Aufnahme verweigert.


Die insgesamt 363 vom Rettungsschiff «Open Arms» aus Seenot geborgenen Migranten konnten am 2. Februar italienischen Boden betreten, wie die spanische Hilfsorganisation «Proactiva Open Arms» auf Twitter mitteilte. Zuvor hatte die italienische Regierung nach mehreren Tagen des Wartens die Genehmigung zum Einlaufen in der sizilianischen Hafenstadt Pozzallo gegeben.

Die vor der Küste Libyens Geretteten stammen aus vielen Ländern, darunter Bangladesch und Sudan. Sie waren in insgesamt fünf Rettungseinsätzen geborgen worden. Malta hatte es mehrfach abgelehnt, das Schiff anlegen zu lassen.

Lage in Libyen spitzt sich zu

Seit Jahresbeginn hat Rom den privaten Rettungsschiffen auf dem Mittelmeer mehrfach recht schnell sichere Häfen zugewiesen. Andere EU-Länder, darunter Deutschland, hatten sich zuvor jeweils bereit erklärt, einen Teil der Menschen aufzunehmen.

Aus Libyen setzen die meisten Migranten aktuell nach Italien über. In dem Bürgerkriegsland soll sich die Sicherheitslage deutlich verschlechtert haben, wie Hilfsgruppen berichten.  (sda/no)