Thurgauer Reformierte appellieren an Kirchenbund wegen bedrängter Christen

Abgeordnete des Thurgauer Kirchenparlaments fordern den Kirchenbund auf, sich für verfolgte Christen im Irak einzusetzen. Insbesondere im Nordirak seien Christinnen Schikanen, Diskriminierung und Enteignung ausgesetzt.


Der Schweizerische Evangelische Kirchenbund hat eine Petition aus der Thurgauer Kirche entgegengenommen. Der von 93 Synodalen unterzeichnete Appell ersucht den Kirchenbund, sich in Bundesbern für bedrängte Christen im Irak einzusetzen, wie es in einer Mitteilung der Evangelischen Landeskirche des Kantons Thurgau vom 7. Dezember heisst.

In der Petition «Unterstützung der Christen im Irak» machen die Unterzeichnenden auf die Lage der christlichen Bevölkerung aufmerksam. «Schikanen, Diskriminierung und Enteignung bedrohen die christliche Bevölkerung im Nordirak und mindern die Zahl der rückkehrwilligen Flüchtlinge. Lebten Anfang des Jahrhunderts noch 1,5 Millionen Christen im Irak, sind es heute noch gerade mal deren 200’000», heisst es darin.

Vorbild Österreich

Die Unterzeichnenden ersuchen den Kirchenbund, die offizielle Schweiz dazu zu bewegen, bedrängte Christinnen moralisch und finanziell zu unterstützen. In Österreich habe die Bundesregierung auf Bitte der Kirchen eine Million Euro für die Christen im Nordirak gespendet. Dies müsse auch in der Schweiz möglich sein, schreiben die Petitionäre. Das Gesuch wird derzeit vom Rat des Kirchenbundes geprüft. (no)