Europäische Kirchen verabschieden Syrien-Resolution

Die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa fordert, dass sich die Regierungen verstärkt für den Frieden in Syrien und im Irak einsetzen.


Die Mitgliedkirchen der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) wollen ihre Regierungen auffordern, sich für ein Ende des Krieges in Irak und in Syrien einzusetzen. Insbesondere sollen sie sich für den Schutz der Menschenrechte, der Religionsfreiheit sowie der Minderheiten in der Region engagieren.

«Wo Versöhnung unmöglich scheint, wirken die Kirchen vor Ort unermüdlich für den Frieden und gegen das Vergessen», sagte Kirchenbundspräsident Gottfried Locher in einer Medienmitteilung des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK) vom 18. September. «Erheben wir als Kirchen Europas gemeinsam unsere Stimme und erinnern wir die Politiker an ihre Verantwortung für Frieden in Gerechtigkeit», so Locher, der auch Präsident der GEKE ist.

Hilfsprogramme unterstützen

Vom 13. bis 18. September 2018 tagt in Basel die Vollversammlung der GEKE. Sie ruft in der Resolution ihre Kirchen auf, Partnerschafts- und Hilfsprogramme in der Region weiter zu stärken: Dieses christliche Zeugnis solle wahr- und ernstgenommen werden. Konkret sollen Unterstützungsaktionen mit der Fellowship of Middle East Evangelical Churches FMEEC, anderen lokalen Kirchen und Netzwerken geplant und implementiert werden. Genannt werden Kollekten, Delegationsreisen oder die Vernetzung mit kirchlichen Syrien-Netzwerken.

Leid nimmt kein Ende

Die Resolution sei entstanden, weil das Leiden der Völker in der Region kein Ende nimmt und die Konsequenzen immer weniger bemerkt werden. Gleichzeitig hätten die lokalen Kirchen in den letzten Jahren «ein beeindruckendes Beispiel an Mut, Resilienz, Solidarität und Fürsorge für die Opfer, insbesondere Flüchtlinge und Kinder gegeben.» (bat)