Synode

Thurgauer Kirche öffnet Konf-Unterricht

Der Konfirmationsunterricht soll in der Thurgauer Kirche nicht mehr ausschliesslich Pfarrpersonen vorbehalten sein. Umstrittener war an der Synode ein anderes Thema.

Neben Pfarrerinnen und Pfarrern dürfen in der Evangelischen Landeskirche des Kantons Thurgau künftig auch andere Personen den Konfirmationsunterricht leiten. An ihrer Versammlung in Frauenfeld hat die Synode eine längere Debatte über das Thema abgeschlossen, wie es in einer Mitteilung heisst.

Demnach kann der Unterricht nun auch von Diakonen und Diakoninnen sowie von «entsprechend ausgebildeten Personen» gestaltet werden. Bereits angepasst wurde im vergangenen Herbst die Kirchenordnung. Ergänzend genehmigte die Synode nun auch noch die Anpassungen der Verordnung Kirche, Kind und Jugend sowie der Besoldungsordnung.

Über die Bücher muss der Kirchenrat bei einem anderen Thema. Mit 72 zu 26 Stimmen hat die Synode eine Vorlage zurückgewiesen, die die Schaffung einer 50-Prozent-Stelle für Gemeindeentwicklung und Mitarbeiterförderung vorsah. Unter anderem wurde bemängelt, dass die Stelle kein klares Profil habe.

Ausgiebig debattiert wurde über eine Motion des Synodalen Dominik Murer, wie es weiter heisst. Murer hatte den Kirchenrat aufgefordert, bei der Anerkennung der Ausbildungen für den kirchlichen Dienst einen eigenen «Thurgauer Weg» zu gehen. In seiner Antwort wies der Kirchenrat darauf hin, dass sich die Thurgauer Kirche an den Bemühungen auf nationaler Ebene beteilige. Deren Resultate gelte es erst abzuwarten.

Kirchenratspräsidentin Christina Aus der Au sprach sich dafür aus, die gemeinsamen Bestrebungen der Deutschschweizer Landeskirche zu unterstützen. Daneben gelte es, die bereits vorhandenen Möglichkeiten auszuschöpfen, um dem Pfarrmangel entgegenzutreten. So könnten vermehrt ordinierte Diakoninnen und Diakonen eingesetzt sowie feste Arbeitspensen für Laienpredigende geschaffen werden. Die Motion von Dominik Murer wurde schliesslich 37 gegen 47 Stimmen abgelehnt.

Seinen Rücktritt aus dem Kirchenrat gab Lukas Weinhold bekannt. Weinhold war rund 20 Jahre in der Exekutive und wird per Ende Mai 2025 aus dem Amt scheiden. Die Ersatzwahl findet an der Synode im November dieses Jahres statt. (no)