Deutschland
Reform des Theologiestudiums gefordert
«Die Einschreibungszahlen in den theologischen Studiengängen brechen ein», so die drei Autoren. Gegenwärtig gebe es in Deutschland mehr als 50 Standorte für das Studium der evangelischen und eine vergleichbare Anzahl für das der katholischen Theologie. «Doch das Gespenst von Kürzung und Abbau streicht durch die Gänge. Die Sorge um Schliessung ist hinter vorgehaltener Hand zu vernehmen.»
Es werde nicht ausreichen, auf die vertraglichen Vereinbarungen zwischen Staat und Kirchen zu verweisen, die die Fakultäten und Fachbereiche im Bestand garantieren, heisst es in dem Beitrag weiter: «Grundlage der Verträge ist ein adäquater theologischer Ausbildungsbedarf für Geistliche und Religionslehrkräfte – und der besteht schon jetzt bei Weitem nicht mehr in dem Umfang, wie theologische Fakultäten und Institute vorgehalten werden.»
Es sei eine Frage der Zeit, bis erste Universitätsleitungen die Schliessung von Standorten verlangen und Landesregierungen mit Vertragsänderungen oder gar –kündigungen drohten.
Die Lösung von diesen Fragen habe die Theologie verdient, so Heinig, Markschies und Schaede: «Die Universitätslandschaft unseres Landes wäre signifikant ärmer ohne leistungsfähige Theologien. Und um die Zukunftsfähigkeit eines immer deutlicher multireligiösen Landes wäre es auch schlechter bestellt.» (epd/ no)