Attacke in Winterthur
Terrorverdacht nach Messerangriff
Die Zürcher Kantonspolizei und die Stadtpolizei Winterthur haben am Hauptbahnhof Winterthur einen Grosseinsatz geleistet: Ein Mann hatte am Donnerstagmorgen drei Personen mit einem Messer angegriffen und verletzt. Die drei Opfer im Alter von 28, 43 und 52 Jahren wurden ins Spital gebracht. Augenzeugen berichteten laut verschiedenen Medien, der Mann habe religiöse Parolen gerufen.
Die Polizei konnte den 31-jährigen Verdächtigen kurz nach den Angriffen verhaften. An einer Pressekonferenz bezeichnete der Zürcher Sicherheitsdirektor Mario Fehr den Vorfall als «Terrorakt». Der mutmassliche Täter sei der Polizei bereits zu einem früheren Zeitpunkt aufgefallen, weil er mit der Terrorgruppe IS sympathisiert habe.
Der Islamische Zentralrat der Schweiz (IZRS) verschickte umgehend eine Stellungnahme, in der es heisst: «Nach Erkenntnissen der Ermittlungsbehörden bestehen konkrete Hinweise auf einen IS-Hintergrund. Sollte sich dies bewahrheiten, haben wir es mit dem Werk einer Ideologie zu tun, die mit dem Islam nichts gemein hat.»
Weiter bezeichnet es der IZRS als «Schande», dass die Tat am höchsten islamischen Feiertag verübt worden sei, dem Eid ul-Adha. Der Angriff richte sich gegen «unsere gemeinsame Gesellschaft», schreibt der IZRS. Man lasse nicht zu, «dass Terroristen einen Keil zwischen Muslime und ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger» treiben. (dst)