Tausende Christen feiern Jahreswechsel in Luzern

Zum Jahreswechsel trafen sich rund 6500 Gläubige unterschiedlichster Konfessionen zur christlichen Konferenz «Explo 17» in Luzern. Ein Viertel der Teilnehmerinnen waren Reformierte.


Das Missionswerk Campus für Christus Schweiz organisierte zum achten Mal die Konferenz «Explo17». Vom 29. Dezember bis 1. Januar fanden in den Luzerner Messehallen zahlreiche Plenumsveranstaltungen, Referate, Seminare und Gottesdienste –  sogenannten Worships – statt.  «Neuland» war das diesjährige Motto. Es beziehe sich auf das Miteinander der Konfessionen und die inhaltliche Vielfalt der «Explo17», wie die Veranstalter gegenüber ref.ch erklärten. Gemäss eigenen Angaben sollen rund 6500 Christen am Anlass teilgenommen haben.

Katholisch, reformiert, freikirchlich

Die Veranstaltung war generations- und konfessionsübergreifend, ein Drittel aller Teilnehmerinnen war zwischen 20 bis 35 Jahre alt. Neben freikirchlichen seien auch viele Gläubige aus den reformierten Landeskirchen gekommen, sagt Rachel Stoessel von Campus für Christus Schweiz: «Ein Viertel der Teilnehmer war reformiert.»

Im Hauptprogramm sprachen unter anderem Peter Schneeberger, der Präsident des Verbandes der Freikirchen, der katholische Bischof Felix Gmür und Kirchenbundspräsident Gottfried Locher. Letzterer sprach zum Thema «Reformation Heute».

Lichterfeier auf der Kapellbrücke. Von links: Felix Gmür (Bischof Bistum Basel), Andreas Boppart (Initiator «Explo17»), Gottfried Locher (Präsident SEK), Peter Schneeberger (Präsident Verband Freikirchen) und Peter Jans (Initiator Lichterfeier). (Bild: zVg)

Neben den Veranstaltungen gab es auch eine Spendenaktion für rund fünfzig internationale Hilfswerke und eine Hilfsgütersammlung für ein Flüchtlingslager im Nordirak. Die gesammelten Hygieneartikel und Decken hätten rund 400 Kisten gefüllt und einen geschätzten Wert von 77‘000 Franken gehabt, sagt Rachel Stoessel.

Die Konferenz fand 1985 zum ersten Mal statt und danach unregelmässig in verschiedenen Schweizer Städten. Der konfessionell unabhängige, freikirchlich geprägte Verein Campus für Christus will gemäss eigenen Angaben die Begegnung von Christen verschiedener Konfessionen und aller Generationen fördern. Ziel sei das gemeinsame Beten und den Glauben im Alltag zu inspirieren. (pd)