Sudan

WHO verurteilt Angriffe auf Krankenhäuser

Seit dem Beginn des Konflikts im Sudan sind bei Angriffen auf Gesundheitseinrichtungen fast 2500 Patienten und Mitarbeitende getötet oder verletzt worden.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die anhaltenden Angriffe auf medizinische Einrichtungen im Bürgerkriegsland Sudan scharf verurteilt. Diese Attacken nähmen der Bevölkerung lebenswichtige Versorgung, terrorisierten Patienten und Personal und behinderten dringend benötigte Behandlungen, erklärte WHO-Landesbeauftragter Shible Sahbani in Genf.

Seit April 2023 seien bei 205 Angriffen auf Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen 1924 Menschen getötet und 529 verletzt worden. Die Zahl der Todesopfer sei von 2023 bis 2025 deutlich gestiegen.

Das ohnehin überlastete Gesundheitssystem müsse neben Kriegsverletzten auch zahlreiche Patienten mit Cholera, Malaria, Dengue-Fieber, Masern sowie hunger- und unterernährungsbedingten Erkrankungen versorgen.

Im Sudan kämpfen seit April 2023 die Armee und die paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) um Macht und Ressourcen. Der Konflikt hat laut UN eine der schwersten Hunger- und Vertreibungskrisen weltweit ausgelöst: Zehntausende Menschen wurden getötet, rund die Hälfte der Bevölkerung leidet Hunger, in Teilen Darfurs herrscht Hungersnot, Millionen sind auf der Flucht. (epd/ hz)

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