Synode

St. Galler Kirche packt Zukunftsfragen an

Die Synode der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St. Gallen hat der Bildung einer Kommission «Zukunft St. Galler Kirche» zugestimmt. Wenig Erfreuliches gab es von der Finanzfront zu berichten.

Die St. Galler Reformierten wollen über mögliche Zukunftsszenarien für ihre Kirche debattieren. An der Synode vom 6. Dezember stimmten die Abgeordneten der Bildung einer vorberatenden Kommission «Zukunft St. Galler Kirche» zu. Diese habe die Aufgabe, eine mögliche Verfassungsrevision zu prüfen und eine Vision für die Kirche zu entwerfen, wie es in einer Mitteilung heisst.

Die Synode nimmt damit eine Debatte auf, die vor einem Jahr aufgrund der Corona-Krise vertagt worden war (ref.ch berichtete). Laut der Mitteilung setzt sich die vorberatende Kommission aus Synodalen und mindestens einer Vertretung aus dem Kirchenrat zusammen. Sie hat bis in spätestens drei Jahren einen Bericht vorzulegen. Die aktuelle Kirchenverfassung stammt aus dem Jahr 1974.

Das Kirchenparlament genehmigte ausserdem das Budget 2022. Dieses sieht einen Verlust von 340'000 Franken vor. Wegen der Corona-Pandemie rechnet der Kirchenrat für das kommende Jahr mit knapp 700'000 Franken weniger Steuereinnahmen. (no)