Schweiz
Spitex-Pflegestunden steigen auf Rekordniveau
2024 leisteten die Spitex-Dienste 25,6 Millionen Pflegestunden, was einer Zunahme um über zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das schreibt das Bundesamt für Statistik in einer Medienmitteilung. Der Anstieg sei so gross wie nie seit 2011 und in erster Linie auf das zunehmende Angebot gewinnorientierter Unternehmen zurückzuführen.
Diese konnten ihr Klientel laut Mitteilung um rund 20 Prozent ausbauen. Bei den gemeinnützigen Spitex-Organisationen sei die Anzahl der betreuten Personen zum zweiten Mal nacheinander zurückgegangen. Von 2023 auf 2024 um zweieinhalb Prozent.
Im Kanton Zürich würden gewinnorientierte Unternehmen nun mehr Pflegestunden leisten als gemeinnützige Organisationen. Im Tessin sei das bereits seit 2021 der Fall.
Diese stellen vermehrt pflegende Angehörige an. 2024 waren insgesamt 11'500 Personen ohne spezifische Ausbildung bei den gewinnorientierten angestellt, ein Plus von fast 50 Prozent innert eines Jahres. Der Verband der Non-Profit-Spitex sieht in Angehörigen von Pflegebedürftigen zwar eine wichtige Unterstützung, kritisiert aber die Kosten, die durch die zunehmenden Anstellungen von Angehörigen entstehen. Sie fordern deshalb einheitliche Regeln.
Viele der heute gemeinnützigen Spitexorganisationen gehen auf kirchliche Krankenpflegevereine zurück, die ab Ende des 19. Jahrhunderts gegründet wurden. (gab)