Siebers Pfuusbus mit zweithöchster Belegung seit Gründung

Trotz eines milden Winters war der Pfuusbus der Sieber-Werke überdurchschnittlich gut belegt. Die Entlastungsmassnahmen nach dem Rekordansturm vor einem Jahr zeigten aber Wirkung.


Am 16. April schloss der Pfuusbus des Sozialwerks Pfarrer Sieber (SWS) seine Wintertüren. In den letzten fünf Monaten zählte die Notschlafstelle beim Zürcher Albisgütli trotz eines milden Winters 4’801 Übernachtungen von 230 verschiedenen Obdachlosen. Das sei der zweithöchste Wert seit der Gründung des Pfuusbus im Jahr 2002, schreiben die Sieberwerke in einer Mitteilung vom 16. April.

Höher war die Belegung nur im Rekordjahr 2018 mit 5517 Übernachtungen. Damals kam der Pfuusbus an seine Kapazitätsgrenzen. Durch verschiedene Massnahmen sei aber eine Entlastung gelungen, schreibt SWS weiter. So konnten Stadtzürcher Obdachlose vermehrt an die städtische Notschlafstelle und «Langzeitnutzer» in feste Wohnangebote vermittelt werden.

Das SWS unterstützt Menschen in Not wie Suchtkranke, Obdachlose, psychisch und physisch Leidende, Mittellose und Heimatlose. Es bietet seelsorgerliche, soziale, medizinische und materielle Hilfe an. Gegenwärtig sind rund 180 Mitarbeitende und gut 170 Freiwillige für das SWS tätig. Gegründet wurde die Stiftung 1988 von Pfarrer Sieber. (mey)