Internet

Seelsorge auf Knopfdruck

Jedes Jahr verzeichnet das ökumenische Seelsorgeangebot im Internet mehr Nutzer. Rund 2100 neue User haben 2023 nach Unterstützung durch ehrenamliche Seelsorgende gefragt.

Jeden Monat haben die Seelsorgenden in Diensten von Seelsorge.net im letzten Jahr durchschnittlich rund 580 Mails an Menschen geschrieben, die sich mit einem Problem gemeldet haben. Das macht rund 7000 Beratungsmails pro Jahr.

Laut einer Mitteilung der Organisation sind dies rund ein Viertel weniger Mails als im Vorjahr (9217). Dieser Rückgang werde aber mit dem steigenden Bedarf an Kurz- und Chat-Beratungen mehr als wettgemacht.

Konstantes Wachstum sieht das Internet-Seelsorgeangebot der reformierten und der katholischen Kirchen bei den Neuanfragen. 2023 nahmen 2067 Personen das Angebot erstmals in Anspruch. In den Vorjahren hatten sich die meisten Fragen um Themen im Zusammenhang mit der Pandemie gedreht. 2023 standen Beziehungsfragen und psychische Beeinträchtigungen im Vordergrund.

Die Nachfrage nach Seelsorge im Internet nimmt von Jahr zu Jahr zu. Für die Ratsuchenden standen 2023 vier Themenbereiche im Zentrum – Glaubensfragen gehörten aber nicht dazu. (Grafik: zvg/ seelsorge.net)

Die Organisation versucht im laufenden Jahr jüngere Seelsorgende zu finden, die «altersmässig näher an den jungen Usern sind», wie es in der Mitteilung weiter heisst. Seelsorge.net will in den sozialen Netzwerken präsenter werden und trotz der grossen Nachfrage nach Chatberatungen Wert auf langfristige Kontakte und vertiefte Begleitung legen. (dst)