Mittelmeer

«Sea-Watch 4» rettet 86 Menschen aus überfülltem Schlauchboot

Wieder wurden Menschen aus dem Mittelmeer gerettet. Darunter auch Schwangere, Frauen und Kinder.

Die Besatzung der «Sea-Watch 4» hat im Mittelmeer 86 Menschen aus einem überfüllten Schlauchboot gerettet. Das Flugzeug «Seabird» habe das Boot am Donnerstagmorgen gesichtet, teilte die Rettungsorganisation Sea-Watch mit, die Schiff und Flugzeug betreibt. Unter den Geretteten seien Schwangere, Frauen und Kinder.

Davor waren demnach weitere sechs Geflohene von der libyschen Küstenwache unrechtmässig abgefangen worden. Sie seien in Panik von Bord des Bootes der Küstenwache gesprungen, als diese gefährlich nah an die «Sea-Watch 4» herangefahren sei. Die Menschen seien daraufhin von der «Sea-Watch 4»-Crew gerettet worden.

Derweil wartete die «Geo Barents» mit 186 Geretteten an Bord weiter auf die Zuweisung eines Hafens. Einige der Geflohenen hätten die Leichen von Familienangehörigen oder Freunden identifizieren müssen, die vor ihren Augen gestorben seien, erklärte die Organisation «Ärzte ohne Grenzen», die das Schiff betreibt. Es sei sehr dringend nötig, diese Menschen in Sicherheit zu bringen. (epd/mos)