Mittelmeer

«Sea-Eye 4»: 60 Menschen aus Holzboot gerettet

Mitarbeiter der Organisation Sea-Eye haben Flüchtlinge aus Seenot gerettet – für manche kam die Hilfe zu spät. Unterstützung kam auch von den maltesischen Streitkräften.

In einem Nachteinsatz hat die «Sea-Eye 4» Menschen aus dem Mittelmeer gerettet, die teilweise in lebensbedrohlicher Verfassung waren. Die Retter seien in der maltesischen Such- und Rettungszone auf ein überfülltes Holzboot mit 59 Personen an Bord gestossen, erklärte die Organisation Sea-Eye vor den Medien.  

Vier Menschen seien bereits bewusstlos gewesen, zwei Personen hätten nur noch tot geborgen werden können. Da sich der Gesundheitszustand weiterer Personen drastisch verschlechtert habe, seien maltesische und italienische Rettungskräfte um Hilfe gebeten worden.  

Die maltesischen Streitkräfte hätten eine schwer verletzte Person mit einem Helikopter ausgeflogen. Die drei anderen Notfallpatienten seien von der «Sea-Eye 4» nach Lampedusa gebracht worden, hiess es. Für die Ausschiffung der anderen 53 Geretteten und der beiden Toten wurde der «Sea-Eye 4» der Hafen von Porto Empedocle in Sizilien zugewiesen. 

Das Mittelmeer zählt zu den gefährlichsten Fluchtrouten weltweit. 2023 kamen laut der Internationalen Organisation für Migration (IOM) mehr als 3000 Menschen bei der Überfahrt ums Leben oder gelten als vermisst. Seit Beginn des Jahres 2024 sind es bereits mehr als 200. (epd/ dst)