Schweizerische Evangelische Allianz empfiehlt Nein zu No Billag

Nach dem Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund empfiehlt auch die Schweizerische Evangelische Allianz ein Nein zur No-Billag-Initiative. Mit einer Annahme würden kirchliche Inhalte aus Radio und Fernsehen verschwinden, argumentiert die Allianz.


Man reisse ein Haus nicht ab, wenn ein Fenster kaputt sei, schreibt die Schweizerische Evangelische Allianz (SEA) in einer Mitteilung vom 26. Januar. Darin heisst es, man pflichte zwar den Initianten bei, dass die SRG-Verwaltung reduziert werden müsse und einige Inhalte gestrichen werden könnten. Insgesamt aber sei die Initiative zu radikal.

Ende der Medienvielfalt

Die SEA empfiehlt deshalb, am 4. März ein Nein in die Urne zu legen. Eine Annahme der Initiative würde «ziemlich sicher das Ende der sprachübergreifenden Schweizer Medienvielfalt bedeuten», heisst es in der Mitteilung weiter. Dabei würden auch bestehende kirchliche Formate wie zum Beispiel das «Wort zum Sonntag», «Blickpunkt Religion» oder «Sternstunde Religion» auf der Strecke bleiben. Diese seien ohne die Billag nicht mehr finanzierbar.

Minderheiten am stärksten betroffen

Neben sprachlichen würden auch religiöse Minderheiten aus der nationalen Berichterstattung verschwinden, befürchtet die SEA weiter. Diese würden durch eine Kommerzialisierung der Schweizer Medienlandschaft als erste nicht mehr berücksichtigt.

Die Schweizerische Evangelische Allianz ist ein Netzwerk von Christinnen und Christen aus Freikirchen, christlichen Organisationen und teilweise auch reformierten Landeskirchen. Der SEA gehören nach eigenen Angaben etwa 460 lokale freikirchliche und landeskirchliche Gemeinden sowie rund 160 christliche Organisationen an. (no)