Rotes Kreuz braucht 800 Millionen Franken für Kampf gegen Corona

Das Internationale Rote Kreuz will mit dem Geld die medizinische Versorgung der Schwächsten sicherstellen. Der Präsident der Hilfsorganisation warnte vor drastischen Folgen der Pandemie.


Das Rote Kreuz braucht rund 800 Millionen Franken für seine Hilfsaktionen gegen die Corona-Pandemie. Das geht aus einer Medienmitteilung vom 26. März hervor. Die schwächsten und ärmsten Menschen der Welt müssten in der Krise besonders stark unterstützt werden, sagte Francesco Rocca, Präsident der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften, am Freitag in Mailand.

Medizinische Versorgung und Vorratslager

Obdachlose, Flüchtlinge, Menschen in Konfliktländern und in Regionen, in denen sich Naturkatastrophen ereignet hätten, seien besonders durch die Atemwegskrankheit Covid-19 gefährdet. Der Italiener Rocca erklärte, dass die nationalen Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften mit dem Grossteil der 800 Millionen Franken die medizinische Versorgung von Menschen sicherstellen wollten. Zudem sollten Vorratslager geschaffen werden.

Rocca warnte vor sozialen Unruhen als mögliche Folge der Corona-Krise. Bei einer weiteren Zuspitzung der Pandemie könnten die Ärmsten in den Gesellschaften gegen die existierenden Ordnungen aufbegehren. Zudem drohe sich die Zahl der Suizide aufgrund der allgemeinen Stresslage zu erhöhen.

Grösste humanitäre Organisation der Welt

Die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften ist die weltweite Dachorganisation der mehr 190 Nationalen Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften. Zusammen bilden sie nach eigenen Angaben die grösste humanitäre Organisation der Welt. (epd/mos)