Res Peter gibt Rücktritt als Pfarrer bekannt

Nach mehreren Jahren am Zürcher Neumünster gibt Pfarrer Res Peter sein dortiges Amt ab. Hintergrund ist seine Wahl in die Kirchenpflege der Grosskirchgemeinde Zürich.


Im November wurde Res Peter zusammen mit sechs weiteren Personen in die neue Kirchenpflege der Grosskirchgemeinde Zürich gewählt. Bisher hatte er jedoch bekräftigt, dass er nur als Präsident der Behörde zur Verfügung stehe. Wer dieses Amt übernimmt, ist derzeit noch unklar und muss am 9. Februar in einem zweiten Wahlgang entschieden werden.

Ämter schliessen sich aus

Nun hat Peter, derzeit Pfarrer am Zürcher Neumünster, seine Meinung geändert: Wie er am 6. Januar in einer Mitteilung schreibt, nehme er das Amt als Kirchenpfleger «nach reiflicher Überlegung» an. Da sich seine Tätigkeit als Pfarrer und das neue Amt gegenseitig ausschliessen würden, gebe er das Pfarramt ab.

«Nach zehn Jahren in der Gemeinde bietet sich mir die Möglichkeit, mit Erfahrung und Feuer die Kirchgemeinde Zürich auf andere Weise verantwortungsvoll mitzugestalten», schreibt Peter weiter. Er wolle sich in der Exekutive für eine Kirche einsetzen, «die innovativ ist und stark, ausstrahlend und hoffnungsvoll.»

Peter ist seit 2011 als Pfarrer in Zürich tätig. Er ist ausserdem Vizedekan des Pfarrkapitels Zürich und sitzt unter anderem im Vorstand der NGO Public Eye. Seine Kandidatur als Präsident der Kirchenpflege gab er im vergangenen Mai bekannt.

Ebenfalls zur Verfügung stellt sich im zweiten Wahlgang Annelies Hegnauer. Der dritte Kandidat – Theologe Michael Braunschweig – hat sich mittlerweile aus dem Rennen zurückgezogen. (vbu)