In Zürich kommt es zur Kampfwahl um das Kirchenpflege-Präsidium

Am 17. November wählt das reformierte Stimmvolk der Stadt Zürich die neue Exekutive für die frisch fusionierte Kirchgemeinde. Nun ist klar: Mit Andreas Hurter und Res Peter bewerben sich mindestens zwei Kandidaten um das Amt des Kirchenpflege-Präsidenten.

Stellen sich im November zur Wahl als Kirchenpflege-Präsidenten: Res Peter (links) und Andreas Hurter. (Bilder: Christine Bärlocher / zVg)

Seit Anfang Jahr existiert in der Stadt Zürich die grösste reformierte Kirchgemeinde Europas. Rund 80’000 Mitglieder gehören ihr an. Entstanden ist sie aus dem Zusammenschluss von 32 Stadtzürcher Kirchgemeinden.

Noch steht die Gemeinde aber ohne definitive Leitung da. Am 17. November finden die Urnenwahlen für das erstmals zu wählende Parlament statt. Gleichzeitig wird mit der siebenköpfigen Kirchenpflege die Exekutive gewählt. Sie löst das derzeitige Übergangsgremium ab, das vom ehemaligen Präsidenten des Reformierten Stadtverbandes, Andreas Hurter, geleitet wird.

Lange wurde spekuliert, ob sich Hurter für das Amt in der neuen Kirchenpflege aufstellen lassen würde. Bisher hatte er dazu keine Stellung genommen. Gegenüber ref.ch bestätigte Hurter nun aber, dass er kandidieren wird. Die aktuelle siebenköpfige Kirchenpflege – und damit auch ihr Präsident – solle die Chance haben, die nächsten drei Jahre weiterzuarbeiten, begründet Hurter den Entscheid. Zurzeit stehe allerdings ein anderes Thema im Fokus: Da die Kirchenpflege zugleich die wahlleitende Behörde sei, stünden in den nächsten Wochen die Vorbereitungen der Wahlen zuoberst auf der Agenda.

Pfarrer Res Peter lancierte den Wahlkampf

Bereits am Tag davor hat der Zürcher Pfarrer Res Peter seine Kandidatur für das Amt bekanntgegeben. Als Präsident der Kirchenpflege wolle er sich für eine am Gemeinwohl orientierte Kirche und für den Umweltschutz stark machen, schreibt Peter in einer Mitteilung vom 14. Mai. Zugleich sei es ihm ein Anliegen, die reformierte Kirche in der Stadt präsenter zu machen. Der 55-jährige Peter ist Pfarrer in der Kirchgemeinde Neumünster und Vizedekan des reformierten Pfarrkapitels Zürich. Der breiten Öffentlichkeit ist er unter anderem als ehemaliger Sprecher des «Wort zum Sonntag» bekannt.

Die Kandidierenden können ihren Wahlvorschlag ab Ende Juni bei der Übergangs-Kirchenpflege deponieren. Offiziell bekanntgegeben werden die Namen Mitte August. (no)