LGBTQI

Religiöse Allianz gegen Konversions­therapie

Über 370 religiöse Führungspersonen aus der ganzen Welt haben eine Deklaration gegen Gewalt an LGBTQI-Menschen unterzeichnet. Darin fordern sie auch ein Verbot der Konversionstherapie.

Die «Global Interfaith Commission on LGBT+ Lives» hat eine Deklaration für die Rechte von LGBTQI-Menschen lanciert. Sie ruft die Länder dazu auf, die Kriminalisierung von sexuellen Orientierungen zu beenden. Gewalt gegen homo- oder transsexuelle Menschen soll verurteilt werden. Zudem fordert die Allianz ein Verbot von Konversionstherapien.

Über 370 Führungspersonen aus verschiedenen Religionsgemeinschaften haben die Deklaration unterzeichnet, darunter Christen, Juden, Muslime, Hindus und Sikh. Sie stammen aus mehr als 35 Ländern, auch aus der Schweiz. Einer der prominentesten Unterzeichner ist der ehemalige anglikanische Erzbischof Desmond Tutu aus Südafrika.

Die Deklaration hält fest, dass «alle Menschen aller sexuellen Orientierungen, Geschlechtsidentitäten und geschlechtlichen Ausdrucksformen Teil der Schöpfung und Teil der natürlichen Ordnung» seien. Zudem wird Bedauern darüber geäussert, dass «bestimmte religiöse Lehren im Laufe der Jahrhunderte oft tiefes Leid und Beleidigungen für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender, Queers und Intersexuelle verursacht haben und weiterhin verursachen». (mos)