Reformierter Theologe Dietrich Ritschl-Courvoisier ist tot

Der Basler Theologe Dietrich Ritschl-Courvoisier ist am 11. Januar gestorben. Er galt als Grenzgänger zwischen den akademischen Disziplinen.


Wie die Universität Heidelberg am Donnerstag mitteilte, starb Ritschl-Courvoisier bereits am 11. Januar im Alter von 88 Jahren in Reigoldswil bei Basel. Als Dozent in den USA engagierte er sich den Angaben zufolge in den 1960er-Jahren in der Bürgerrechtsbewegung. Ausserdem war er Mitglied der Christlichen Friedenskonferenz (CFK), deren dritte Versammlung er 1960 in Prag besuchte. Ritschl-Courvoisier studierte Evangelische Theologie in Basel, Bern und Tübingen.

Brückenbauer zwischen den Disziplinen

Ritschl-Courvoisier hatte sich auf die Systematische Theologie spezialisiert, deren Grundlagen er in der Theologie der Kirchenväter entdeckte. Weitere Schwerpunkte seiner Forschung waren die Medizinische Ethik und die fachübergreifende Behandlung von psychologischen und philosophischen Themen. Für seine Arbeiten erhielt er 2007 die Ehrendoktorwürde der Universität Basel. Hervorgehoben wurden unter anderem seine Verdienste als Brückenbauer zwischen den akademischen Disziplinen sowie als Vermittler zwischen Kirchen und Konfessionen. (epd/no)