Alttestamentler Martin Klopfenstein gestorben

Der Theologe Martin Klopfenstein ist an Heiligabend im Alter von 85 Jahren gestorben. Klopfenstein prägte die Theologische Fakultät der Universität Bern über Jahrzehnte massgeblich.

Martin Klopfenstein (1931-2016).
Martin Klopfenstein (1931-2016). (Bild: ZVg)

Am 24. Dezember 2016 ist der Theologe Martin Klopfenstein, emeritierter Alttestamentler der Theologischen Fakultät Bern, an den Folgen eines Verkehrsunfalls im Alter von 85 Jahren verstorben. Dies teilte das Dekanat der Theologischen Fakultät der Universität Bern mit.

Bedeutender Wissenschaftler und beliebter Lehrer

Martin Klopfenstein promovierte 1962 mit einer Dissertation zum Thema «Die Lüge nach dem Alten Testament – Ihr Begriff, ihre Bedeutung und ihre Beurteilung». 1964 übernahm er das Universitätspfarramt in Bern. Nach seiner Habilitation zum Thema «Scham und Schande im Alten Testament» wurde Klopfenstein 1976 Ordentlicher Professor für das Fach Altes Testament an der Universität Bern. Seine Schriften zu hebräischen Begriffsfeldern gelten bis heute als massgebend. Rund zwanzig Jahre lehrte Klopfenstein an der Universität Bern. «Hochgeschätzt als akademischer Lehrer und sehr respektiert als Prüfer, war er mit Bestimmtheit einer der beliebtesten Professoren der damaligen Fakultät», heisst es in einem Nachruf des Theologen und Professorenkollegen Walter Dietrich.

Vielfältige Tätigkeiten neben der Lehre

Neben Forschung und Lehre entfaltete Klopfenstein eine rege Tätigkeit in universitären Gremien, als Hebräischlehrer an Berner Gymnasien, als Synodaler der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn sowie als Vorstandsmitglied der Christlich-Jüdischen Arbeitsgemeinschaft Bern. Zudem betätigte er sich als Feldprediger, in der Pfarrerweiterbildung und als Dekan der Theologischen Fakultät der Universität Bern. Als Mitherausgeber zahlreicher Sammelbände machte sich Klopfenstein auch in der exegetischen Forschung einen Namen.

Die Abdankungsfeier für Martin Klopfenstein findet am 6. Januar um 14 Uhr im Berner Münster statt.