Reformierte FR: Synode zum Reformationsjubiläum

Mit einer Synode in Murten stiess der Synodalrat der reformierten Kirche Freiburgs am 20. September die Vorbereitungen für das Reformationsjubiläum an.

Das offizielle Logo zum Schweizer Reformationsjubiläum.

Die Reformierten sollen sich ihrer Wurzeln und ihrer Identität bewusst werden, sagte eingangs der Synode Serge Fornerod, Projektleiter des Reformationsjubiläums und Leiter Aussenbeziehungen beim Kirchenbund.

In der Debatte zeigte sich gemäss Mitteilung der Kirche, dass die Reformation der Kirche nie abgeschlossen werden könne. Sowohl strukturell als auch geistlich tue ständige Erneuerung not. Deshalb sei es rechtens, wenn die Kirchen, welche aus dieser Reformation herauskamen, diesen Anlass lokal und global begehen.

Das «Reformiertsein» dürfe sich nicht darauf beschränken, gegen das eine oder das andere zu sein. Prägende Elemente der Reformation seien heute zum Beispiel der den Kirchgemeindegliedern zur Verfügung stehende Handlungsspielraum, die Ordination von Frauen und der hohe Stellenwert von Laien.

Zum protestantischen Selbstverständnis gehöre zudem, eine bescheidene Feier zu machen und Widersprüche in 500 Jahren Reformationsgeschichte nicht zu verdecken. Laut Frédéric Noyer, Präsident der Synode, seien die Feierlichkeiten eine Chance, den Reichtum kennenzulernen, welche die reformierte Kirche zu bieten habe. Die Synodalen betonten zudem, dass auch die Kirchgemeindeglieder in die Umsetzung einbezogen werden sollen.