Solothurner Landeskirche

Rechnung schliesst mit Gewinn

Die Rechnung der reformierten Kirche Kanton Solothurn fiel mit einem Gewinn von 142’000 Franken positiv aus. An der Synode nahm der Synodalrat zudem eine Motion entgegen, die eine Strategie angesichts der schwindenden Zahl der Mitglieder und Finanzen fordert.

Die Corona-Pandemie prägt auch das kirchliche Leben im Kanton Solothurn. Dies zeigen die Rechnungen der Synode und des Finanzausgleichs, die das Parlament der reformierten Kirche in Trimbach mit grossem Mehr abnahm, wie es in einer Mitteilung vom 8. Juni heisst. Etliche Anlässe hätten nicht durchgeführt werden können, entsprechend tiefer fielen die Ausgaben aus.

Die Rechnung der Synode 2020 schliesst mit einem Gewinn von 142'329 Franken ab. Die Rechnung des Finanzausgleichs ergab einen Verlust von 24'670 Franken. Die Synodalen stimmten dem Antrag zu, je 15’000 Franken an das Hilfswerk der evangelischen Kirchen Schweiz (Heks) und den Verein Sterbehospiz Solothurn zu überweisen. Einstimmig nahmen sie auch den Jahresbericht 2020 an.

Strategie für die Zukunft gefordert

Weiter reichte die Kirchgemeinde Olten eine Motion ein, die eine Strategie und Vision für die Zukunft der Kirche verlangt, heisst es in der Mitteilung. Die Verantwortlichen sorgten sich um die Zukunft der Kirche angesichts der gesellschaftlichen Veränderungen, wie der zurückgehenden Anzahl der Mitglieder und der schwindenden Finanzen. Man müsse diese Entwicklung proaktiv angehen und erwarte mehr Unterstützung vom Synodalrat. In den letzten zwanzig Jahren nahm die Zahl der Mitglieder der reformierten Kirche Kanton Solothurn von 32'932 auf 24'832 ab. Die Synodalen von Olten befürchten zunehmend Spannungen zwischen der Kantonalkirche und den Kirchgemeinden, die beide ihre Aufgaben mit weniger Geld erfüllen müssen.

Der Synodalrat nahm die Motion entgegen und wird zuhanden des Kirchenparlaments einen Bericht verfassen. Synodalratspräsidentin Evelyn Borer wies darauf hin, dass die Kantonalkirche keine Mitglieder habe, sondern die Kirchgemeinden. Deshalb sei die Arbeit vor Ort in den Gemeinden so wichtig und dort werde man die Kirchgemeinden gerne unterstützen. (bat)