Jugendverbände
Protest gegen Sparprogramm des Bundesrats
Die drei grössten Kinder- und Jugendverbände der Schweiz – Pfadibewegung Schweiz, Jungwacht Blauring Schweiz und Cevi Schweiz – wehren sich gegen die im Rahmen des Entlastungspakets 2027 vorgesehenen Kürzungen im Bereich der Kinder- und Jugendförderung.
In einem gemeinsamen Brief an Bundesrätin Karin Keller-Sutter kritisieren sie, dass nur 36 von 59 Sparmassnahmen Teil der Vernehmlassung sind. Unter den übrigen befinden sich laut den drei Verbänden mehrere Massnahmen, die zentrale Bereiche der Kinder- und Jugendpolitik betreffen.
Cevi, Jungwacht Blauring und Pfadfinder fordern, dass weder bei der ausserschulischen Kinder- und Jugendförderung noch beim Sportförderprogramm gekürzt wird. Ansonsten müssten Angebote gestrichen oder Gebühren erhöht werden – beides führe dazu, dass weniger Kinder und Jugendliche die Angebote nutzen würden.
Der Bundesrat möchte mit dem «Entlastungspaket 27» ab 2027 jährlich zwischen drei und vier Milliarden Franken einsparen. Am meisten Geld möchte der Bund aus der sozialen Wohlfahrt abziehen. Fast zwei Milliarden Franken sollen hier eingespart werden, indem Beträge des Bundes gekürzt werden an Kinderbetreuung, Integration und AHV. (dst)