Corona-Pandemie

Kinder- und Jugend­organisationen fordern neue Strategie

Kinder und Jugendliche sollen in einer Post-Corona-Strategie stärker beachtet werden. Dafür setzt sich eine breite Allianz von Kinder- und Jugendorganisationen ein. Sie wünscht sich dabei auch bessere psychische Unterstützung.

Kinder und Jugendliche seien in der bisherigen Debatte über eine Post-Corona-Strategie zu wenig einbezogen worden. Dabei seien sie durch die Pandemie psychisch stark belastet, heisst es in einer Medienmitteilung vom 29. April. Eine breite Allianz aus Kinder- und Jugendorganisationen, darunter auch der Cevi, fordert darin, der jungen Generation echte Perspektiven zu bieten. Es sei an der Zeit, ihre Bedürfnisse ernstzunehmen und die Solidarität zu würdigen.

Der Bundesrat nehme in seinem 3-Phasen-Modell zu den Lockerungen keine Rücksicht auf Kinder und Jugendliche. Die Allianz hat dafür konkrete Lösungsvorschläge. So sollen Jugendliche und Vertreterinnen von Organisationen, die sich mit dem Bereich Kinder und Jugend beschäftigen, «regelmässig und systematisch angehört und in die Vernehmlassung zu Entscheidungen einbezogen werden».

Mehr psychiatrische Angebote

Ausserdem dürften junge Menschen nicht benachteiligt werden, weil sie noch nicht geimpft sind. Zudem wünscht sich die Allianz mehr Unterstützung für die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. «Die öffentliche Hand soll psychosoziale sowie kinder- und jugendpsychiatrische Angebote rasch ausbauen und auch mittelfristig sicherstellen. Anlauf-, Beratungs- und Fachstellen der Offenen sowie Organisationen der verbandlichen Kinder- und Jugendarbeit müssen längerfristig stärker finanziell unterstützt werden.»

Der Allianz gehören unter anderem die Stiftung Pro Juventute , Unicef Schweiz und Pro Familia, aber auch Cevi, Jungwacht Blauring und die Pfadi an. (mos)