Priscilla Schwendimann gewinnt SRF-Award
Erstmals unter neuem Namen hat die Sendung «Gesichter und Geschichten» (zuvor «Glanz & Gloria») die «G&G-Awards» verliehen. Die evangelisch-reformierte Pfarrerin Priscilla Schwendimann wurde als «Brückenbauerin des Jahres» ausgezeichnet. Sie setze sich ein für eine «weltoffene Kirche», heisst es in einer Mitteilung vom Schweizer Fernsehen SRF. «Eine Kirche, die nicht nur zur jungen Generation Kontakt sucht, sondern sich vor allem auch für die LGBTQI-Community einsetzt.»
Die Pfarrerin versuche dabei, eine Brücke schlagen zu jenen Menschen, die sich von der Kirche nicht verstanden oder ausgeschlossen fühlten. Schwendimann ist als LGBTQI-Pfarrerin in Stadt Zürich tätig. Es ist schweizweit die erste Pfarrstelle, die als Anlaufstelle für die Anliegen lesbischer, schwuler, bi- oder transsexueller sowie queerer Menschen geschaffen worden ist. Ausserdem betreibt die 29-Jährige mit einer Kollegin den YouTube-Kanal «Holy Shit», wo sie auch Themen wie Homosexualität anspricht.
Bei der Award-Verleihung setzte sich Schwendimann in ihrer Kategorie gegen die Sängerin Stefanie Heinzmann und den Fotografen Marco Grob durch. Die Gewinnerinnen und Gewinner in den Kategorien Brückenbauerin, Mutmacher, Vordenkerin und Grenzgängerin wurden durch die Redaktion von «Gesichter und Geschichten» gekürt. Den Sieger der Kategorie «Gesicht des Jahres», den Künstler Fabian Bane Florin, bestimmten die Redaktion und das Publikum gemeinsam. (mos)