Ein dunkler Schatten hängt über Zürich, als Huldrych Zwingli 1519 seine Stelle als Leutpriester im Grossmünster antritt. Wenig später erkrankt er an der Pest, die er glücklicherweise überlebt. Überzeugt, dass er allein durch Gottes Wirken genesen sei, läutet er die reformatorische Wende ein: Er predigt in deutscher Sprache, prangert die Scheinheiligkeit der Kirche an, deckt Machtmissbrauch auf, ruft zur Nachfolge Jesu zugunsten der Armen auf und spricht sich gegen das Söldnerwesen aus.
Regisseur Stefan Haupt beleuchtet Zwinglis Wirken als Prozess, an dem auch Frauen massgeblich beteiligt sind. Zwinglis Frau, Anna Reinhart, tritt als couragierte Gesprächspartnerin auf. Die humanistisch gebildete Äbtissin, Katharina von Zimmern, übergibt im Dienste der Reformation die Schlüssel des Fraumünsterklosters an die Stadt.

Mittelalter für ein breites Publikum: Sara Sophia Meyer als Anna Reinhart und Max Simonischek als Zwingli. (Bild: Ascot Elite)