Pfuusbus verzeichnet so viele Übernachtungen wie noch nie
Gut genutzt wurde auch das Iglu, die Notschlafstelle für obdachlose Wanderarbeiter. Mit etwa 3920 Übernachtungen bewegte es sich im Bereich des Vorjahres.
Als möglichen Grund für den Anstieg der Übernachtungszahlen im Pfuusbus nennt das Sozialwerk den veränderten Drogenkonsum in der Stadt Zürich. So hätten die Ärzte des Fachspitals Sune-Egge festgestellt, dass Patienten, die früher Kokain gespritzt hätten, die Substanz vermehrt als Crack rauchten. Dies führe zu einer stärkeren Abhängigkeit und einer schnelleren sozialen Desintegration, schreibt das Sozialwerk.
Ebenso könnte die Überlastung der Psychiatrie nach dem Ende der Corona-Pandemie dazu geführt haben, dass vermehrt psychisch Erkrankte im Pfuusbus übernachteten. Auch die zugespitzte Situation auf dem Wohnungsmarkt könnte zu der erhöhten Nachfrage nach Schlafplätzen beigetragen haben, heisst es weiter. (no)