Pensionskasse belastet die reformierte Kirche Baselland auch weiterhin

Die baselländische Kirche erzielte ein gutes Jahresergebnis 2017. Aufgrund von Deckungslücken in der Pensionskasse bleibt die finanzielle Lage dennoch angespannt - voraussichtlich bis 2024.


Die Synode der reformierten Landeskirche Baselland genehmigte an ihrer Sitzung vom 7. Juni eine positive Jahresrechnung 2017. Vor allem geringere Subventionsbeiträge an die Kirchgemeinden sowie deutlich höhere Erträge aus den Kirchensteuern von juristischen Personen trugen zum Ergebnis bei.

Anlass zu Sorge gibt aber weiterhin die Schuldverpflichtung aus der Pensionskassen-Deckungslücke. Die Rückzahlung eines Darlehens, das zur Finanzierung der Deckungslücke aufgenommen wurde, belastet die Finanzen noch bis 2024. Entsprechende Abfederungsmassnahmen wurden von den Synodalen einstimmig gutgeheissen.

Synodale Strukturen sollen überprüft werden

Weiter diskutierten die Delegierten eine Motion zur Bildung von synodalen Fraktionen, wie es in einer Mitteilung vom 8. Juni heisst. In der baselländischen Kirche gibt es bislang keine Fraktionen. Die Motionäre wollten den Kirchenrat beauftragen, innerhalb eines Jahres einen entsprechenden Gesetzesentwurf zu präsentieren. Am Ende setzte sich jedoch ein Gegenvorschlag des Synodalvorstands durch. Dieser sieht die Einsetzung einer Arbeitsgruppe vor, welche die synodalen Organisationsstrukturen überprüfen soll. (no)