Reformierte BL: Wahlen und trübe Aussichten

Die Synodalen der reformierten Baselbieter Kirche wählten Sandra Bätscher und Niggi Ullrich neu in den Kirchenrat und Andrea Heger als neue Synodepräsidentin. Kirchenratspräsident Martin Stingelin erwartet eine anspruchsvolle Amtsperiode.

Der Baselbieter Kirchenrat für die Amtsperiode 2017 bis 2021 (v.l.n.r.): Peter Brodbeck (bisher), Matthias Plattner (bisher), Niggi Ullrich (neu), Vizepräsidentin Cornelia Hof (bisher), Kirchenratspräsident Martin Stingelin (bisher), Sandra Bätscher (neu) und Stephan Ackermann (bisher). (Bild: zVg)

Wahlgeschäfte bestimmten die Synode der Evangelisch-reformierten Kirche Baselland vom 25. Januar. Fünf Kirchenräte stellten sich für eine Wiederwahl zur Verfügung: Stephan Ackermann, Peter Brodbeck, Cornelia Hof, Matthias Plattner sowie Martin Stingelin. Sie wurden im ersten Wahlgang «mit Bravour gewählt», wie es in einer Mitteilung heisst.

Für die zurücktretenden Kirchenratsmitglieder Christoph Erhardt und Renate Bühler stellten sich Sandra Bätscher und Niggi Ullrich zur Wahl. Bätscher wurde im ersten Wahlgang gewählt, Ullrich musste sich vor einem zweiten Wahlgang kritischen Fragen zu seiner Person stellen. Im zweiten Wahlgang erreichte er über zwei Drittel der abgegeben Stimmen. Andrea Heger wurde einstimmig als neue Synodepräsidentin gewählt und übernahm den Vorsitz.

Finanzen unter Druck

Kirchenratspräsident Martin Stingelin erwartet eine anspruchsvolle Amtsperiode. Vieles sei im Umbruch, die Kirche stehe vor grossen Herausforderungen. Dabei nannte er insbesondere die finanzielle Situation, in der sich die Reformierte Kirche Baselland aktuell befinde. Mit den zu erwartenden Auswirkungen der Unternehmenssteuerreform III und den angekündigten massiven Anpassungen bei der Pensionskasse gerieten die Finanzen der Kirche in besorgniserregende Schieflage. Das könne sehr schmerzhafte Einschnitte nötig machen.