Finanzielle Lage in Baselland bleibt angespannt

Das Kirchenparlament der Reformierten in Baselland genehmigte die Finanzgeschäfte und diskutierte über die unbefristete Bewilligung von Fachstellen und Spezialpfarrämtern.


Die finanzielle Situation der Reformierten Kirche Baselland bleibt trotz umsichtiger Planung weiterhin angespannt, schreibt die Landeskirche in einer Mitteilung nach der Herbstsynode vom 22. November. Die Rückzahlung eines Darlehens, das zur Finanzierung der Pensionskasselücke aufgenommen wurde, belastet die Finanzen noch bis 2024. Dafür mussten weitere Sanierungsbeiträge budgetiert werden.

Als Folge davon sei in der Verwaltungsrechnung ein Verlust von rund 270‘000 Franken vorgesehen. Dennoch sehe das Budget 2018 über alle drei Rechnungen – die Verwaltungsrechnung, die Kantonsbeitrag und Kirchensteuer der juristischen Personen – ein leicht positives Ergebnis vor. Die Synode nahm das Budget 2018 einstimmig an und genehmigte auch die weiteren Finanzgeschäfte.

Reagieren auf gesellschaftliche Veränderungen

Anlass zur Diskussion habe vor allem die unbefristete Wiederbewilligung aller Fachstellen und Spezialpfarrämter gegeben, schreibt die Landeskirche. Die Geschäftsprüfungskommission wollte zu Beginn die befristeten Stellen und Ämter nur für vier Jahre erneut bewilligen. Kirchenratspräsident Martin Stingelin habe jedoch für mehr Flexibilität plädiert, damit man besser auf gesellschaftliche Veränderungen reagieren könnte. Die Synodalen genehmigten schliesslich die Bewilligung grossmehrheitlich.

Zu Beginn der Synode hatte ausserdem Synodepräsidentin Andrea Heger mit einer Schweigeminute an Pfarrer Lorenz Lattner erinnert. Er verstarb im August und war über 20 Jahre als Synodaler tätig. Weiter hiess man fünf neue Synodale willkommen: Sabine Brändlin, Priska Dürr, Marina von Graffenried, Gabriela Nagler und Hanspeter Plattner. (pd)