Parlament will Food Waste bekämpfen

Eine Vorlage will Detailhändler dazu bringen, abgelaufene, aber noch geniessbare Lebensmittel weiterzugeben. Der Nationalrat hat sie schon angenommen, nun findet die Motion auch in der zuständigen Kommission des Ständerats eine Mehrheit.


Esswaren, die nicht mehr verkauft werden können, aber noch essbar sind, sollen nicht mehr in der Biogasanlage landen, sondern an gemeinnützige Organisationen oder Einzelpersonen gehen. Das fordert SP-Nationalrätin Martina Munz (SH) in einer Motion. Der Nationalrat hat diesen neuen Regeln bereits zugestimmt, nun empfiehlt sie auch die Gesundheitskommission des Ständerats zur Annahme, wie die NZZ am 13. Februar berichtet.

Bundesrat unterstützt Kampf gegen Food Waste

Das Verwerten von Lebensmitteln sei «ethisch geboten und ökologisch absolut zwingend», schreibt Munz in ihrem Vorstoss. Die heutigen freiwilligen Initiativen genügten nicht, um flächendeckend die Lebensmittelverschwendung zu verhindern.

Auch der Bundesrat unterstützt die Motion grundsätzlich. Aber er merkte an, dass eine Abgabepflicht mit dem Lebensmittelgesetz nicht vereinbar wäre. Der Entscheid in der ständerätlichen Kommission fiel mit 6 zu 5 Stimmen knapp aus.

Munz will noch weitergehen

Die SP-Politikerin Munz will ihren Kampf gegen Foodwaste noch weiterführen, wie sie gegenüber der NZZ sagt. Einerseits will sie dagegen angehen, dass viel Gemüse und Früchte schon aussortiert werden, bevor sie überhaupt in den Laden gelangen. Andererseits fordert sie Massnahmen gegen die Verschwendung von Esswaren in Privathaushalten. (mos)