Ostermärsche: Hunderte spazieren für den Frieden

Rund tausend Menschen gingen in Bern am Ostermontag am traditionellen Ostermarsch auf die Strasse, um gegen Waffengeschäfte zu protestieren. Auch im deutschen Friedrichshafen marschierten hunderte von Menschen im Namen einer Friedenskultur. Am grenzüberschreitenden Bodensee-Friedensweg nahmen auch zahlreiche Schweizer teil.

Friedensaktivistinnen unterwegs: Eine Schweizer Delegation trifft in Friedrichshafen ein. (Bild: zVg)

Der Ostermarsch, der in Bern seit 2003 am Ostermontag stattfindet, hat an die tausend Personen mobilisiert. Friedensaktivisten jeden Alters versammelten sich an der Aare und marschierten gemeinsam zur Schlusskundgebung auf dem Münsterplatz.  Dieses Jahr fand die Osterdemo unter dem Motto «Mein Geld führt Krieg. Waffengeschäfte von Pensionskassen und Banken stoppen!» statt. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Demonstration prangerten die Investitionen von Pensionskassen und Banken in Kriegsgeschäfte an.

Von der Kriegslogik zur Friedenskultur

Die Tradition der Ostermärsche existiert auch am Bodensee. So nahmen mehr als 800 Personen beim grenzüberschreitenden Bodensee-Friedensweg in Friedrichshafen teil. Unter den Marschierenden befand sich auch eine grosse Schweizer Delegation. Die Rednerinnen und Redner riefen dazu auf, sich «von der Kriegslogik zu einer Friedenskultur» hin zu entwickeln. Unter den Referierenden befand sich auch die Schweizer Nationalrätin Claudia Friedl aus St. Gallen. Sie nahm Bezug auf die aktuellen Ereignisse in der Türkei nach der Zustimmung zum Verfassungsreferendum. Als kürzliche Beobachterin in den kurdischen Gebieten forderte sie die türkische Regierung auf, alle politischen Häftlinge freizulassen und den Krieg in der Osttürkei und Syrien zu beenden.

Friedensmärsche mit breiter Trägerschaft

Rund 60 Organisationen zählen zur Trägerschaft des Bodensee-Friedenswegs. Mehr als 60 kirchliche und friedenspolitische Organisationen aus der Schweiz, Österreich und Deutschland hatten dazu aufgerufen. Auch der Berner Ostermarsch ist breit getragen. 35 Organisationen stehen dahinter, darunter zahlreiche kirchliche Stellen, Hilfswerke und die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (Gsoa).