Studie
«Open Doors»: weltweit 380 Millionen Christen bedroht
Die christliche Hilfsorganisation «Open Doors» macht religiös und politisch motivierte Gruppen sowie autokratische Regime für eine weltweite Zunahme von Gewalt gegen Christen verantwortlich. Besonders drastisches Beispiel sei erneut Nordkorea, erklärte das Hilfswerk anlässlich der Vorstellung seines sogenannten Weltverfolgungsindex 2025: «Hier verfolgt man Christen seit Jahrzehnten mit brutaler Härte, zuletzt verstärkt mit Unterstützung aus China.»
In einer Negativ-Rangliste finden sich 50 Länder, in denen Christen aufgrund ihres Glaubens laut «Open Doors» der stärksten Verfolgung weltweit ausgesetzt sind. Die zehn Länder mit der schlimmsten Verfolgung sind den Angaben zufolge Nordkorea sowie
Somalia, Jemen, Libyen, Sudan, Eritrea, Nigeria, Pakistan, Iran und Afghanistan. Fast alle diese Staaten waren bereits in den Vorjahren ganz oben in der Rangfolge zu finden. Seit rund 30 Jahren analysiert «Open Doors» mit dem Weltverfolgungsindex die Situation von Christen weltweit.
Laut Index wurden weltweit rund 4500 Christen im Zusammenhang mit der Ausübung ihres Glaubens getötet. Im Vorjahresbericht 2024 wurden 5000 getötete Christen aufgeführt. Angriffe auf Häuser von Christen hätten von rund 21’400 (2024) auf 28’400 zugenommen. 16 Millionen Christen in Subsahara-Afrika seien aufgrund von Gewalt und Konflikten gewaltsam vertrieben worden (2024: 16,2 Millionen). 380 Millionen Christen weltweit seien wegen ihres Glaubens Verfolgung und Diskriminierung ausgesetzt (2024: 365 Mio.).
Das Hilfswerk «Open Doors» wurde 1955 vom evangelischen Missionar «Bruder Andrew» gegründet. Der Niederländer schmuggelte unter anderem Bibeln in die Länder hinter dem Eisernen Vorhang. In der Schweiz gibt es zwei Niederlassungen der Organisation. (epd/ dst)