Die Presseagentur kipa wollte vom SEK am 19. August wissen, was er von Waffenlieferungen in den Irak hält, wie sie der Präsident der Schweizer Bischofskonferenz für vorstellbar hält. Niemand könne ernsthaft das Grundrecht bestreiten, dass man das eigene Leben und dasjenige einer Gemeinschaft gegen Angriffe auf Leib und Leben verteidigen dürfe, betont der SEK. Die Lage der Minderheiten im Irak, vor allem der christlichen, aber auch der sunnitischen Minderheiten, sei «extrem schlimm». Die Militarisierung eines Konfliktes sei jedoch stets «die letzte Lösung». Die Bewaffnung von Bevölkerungsgruppen könne aber auch stets zu grossen Problemen führen, wie die Vergangenheit zeige.
Bischof Markus Büchel kann sich Waffenlieferungen vorstellen
«Wir können uns Waffenlieferungen vorstellen, wenn es dem Schutz dieser Menschen dient.» Das hatte Bischof Markus Büchel, Präsident der Schweizer Bischofskonferenz (SBK), am 14. August gegenüber dem Nachrichtenmagazin «10 vor 10» von SRF angesichts der Gewalt der Terrormiliz «Islamischer Staat» (IS) in Nordirak erklärt. Waffenlieferungen müssten jedoch durch «alle möglichen politischen und diplomatischen Mittel» begleitet werden und dürften nicht zu einer zusätzlichen Eskalation führen.
Gewalt erzeuge immer wieder neue Gewalt, so Büchel im Nachrichtenmagazin des Fernsehens weiter. Es müssten jedenfalls alle denkbaren Schritte unternommen werden, damit im Irak Versöhnungsarbeit stattfinden könne. Wenn man aber wie jetzt sehe, dass dies bei den IS-Kämpfern nicht möglich sei, «dann wird die Sprache der Waffen die letzte Möglichkeit sein». (kipa)