Diakonie Schweiz

Neuer Leitfaden für Sorge-Netzwerke

Die Konferenz Diakonie Schweiz hat ein Grundlagenpapier zu «Sorgenden Gemeinschaften» herausgegeben. Kirchen könnten dabei einen wichtigen Beitrag leisten, um solche Netzwerke entstehen zu lassen.

Diakonie Schweiz will ihr Engagement für die «Sorgenden Gemeinschaften» vertiefen. Deshalb hat die Konferenz der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (EKS) eine Broschüre dazu erarbeitet, wie es in einer Medienmitteilung vom 1. Dezember heisst.

Das Konzept der «Sorgenden Gemeinschaften» geht davon aus, dass viele Menschen zu wenig Zuwendung, Pflege, Aufmerksamkeit und/oder Unterstützung bekommen. Gründe dafür sind die Veränderung der Familienstrukturen und der Arbeitswelt. Ausserdem wächst der Anteil von allein lebenden Personen. Staatliche Leistungen können diese Sorge nur begrenzt ersetzen.

Etwas Grösseres entsteht

Um dieser Sorge wieder mehr Platz einzuräumen, wurde das Konzept der «Caring communities», der «sorgenden Gemeinschaften» entwickelt. Damit ist «eine Gemeinschaft in einem Quartier, einer Gemeinde oder einer Region» gemeint, «in der Menschen füreinander sorgen und sich gegenseitig unterstützen».

Alle Beteiligten, Vereine, Einzelpersonen, Kirchgemeinden, staatliche Behörden und viele mehr vernetzen sich dabei und leisten ihre Beiträge. Dadurch soll etwas Grösseres entstehen als die Summe aller Leistungen.

Gehört zum Grundverständnis der Kirche

Kirchen sind laut Diakonie Schweiz besonders geeignet für diese Gemeinschaften. Denn die zentralen Motive wie Sorge um den Nächsten und die Mitverantwortung in der Gemeinschaft gehören zum Grundverständnis der Kirche. Vieles vom Konzept setzen sie auch bereits um, wie Diakonie Schweiz festhält. Die Kirche könnte deshalb Räume schaffen für die Entwicklung solcher Gemeinschaften und Impulse geben. (mos)