Krieg in der Ukraine

Münsterglocken haben für den Frieden geläutet

Am Donnerstagmittag haben in verschiedenen Städten in der Schweiz Kirchenglocken geläutet. Mit der Aktion sollte Frieden in der Ukraine angemahnt und der Kriegsopfer gedacht werden.

Kirchen in Europa und der Schweiz haben am Donnerstagmittag ein Zeichen für den Frieden gesetzt. Zeitgleich läuteten in verschiedenen Städten in ganz Europa Kirchenglocken. Aufgerufen zu der Aktion dazu hatten die Bauverantwortlichen der grossen Kathedral- und Domkirchen Europas.

In der Schweiz hat sich unter anderem das Basler Münster mit dem Erklingen der sogenannten Papstglocke an der Aktion beteiligt, wie die Evangelisch-reformierte Kirche Basel-Stadt mitteilte. Es ist die tiefste Glocke im Münster, die sonst nie alleine läuten würde.

Basler Münster entzündete Friedenslicht

Das Basler Münster hat gemäss Angaben der Kirche zudem die Friedenslicht-Fackel wieder angezündet. Das Friedenslicht brenne sonst nur im Dezember. Bis Ende der Basler Fasnacht von kommender Woche werde das kleine Licht vor dem grossen Münster rund um die Uhr zum Frieden in Europa aufrufen.

In Zürich beteiligten sich die katholischen Pfarreien laut Mitteilung von Katholisch Stadt Zürich an der Aktion.

Eine Minute für jeden Kriegstag

In Bern läuteten am Mittag die Münsterglocken sieben Minuten lang – eine Minute für jeden bisherigen Kriegstag in der Ukraine. Etwa 30 Personen verfolgten das Geläut auf dem Münsterplatz. An einem normalen Mittag läutet im Turm des Berner Münsters nur die sogenannte Mittagsglocke, wie es bei der Münster-Kirchgemeinde auf Anfrage hiess. Am Donnerstagmittag erklangen alle sieben.

Das Läuten sei ein Zeichen der Solidarität mit den Menschen, «die diesen Krieg aushalten und um ihr Leben bangen müssen». Auch an die Toten aller beteiligter Länder sollte das Geläut erinnern, wie die Europäische Vereinigung der Dombaumeister, Münsterbaumeister und Hüttenmeister in ihrem Aufruf schrieb. (sda/no)