Schweden

Mohammed-Karikaturist Lars Vilks bei Autounfall gestorben

Seit 2007 stand der schwedische Karikaturist Lars Vilks unter Polizeischutz, weil er den Propheten Mohammed als Hund gemalt hatte. Nun kam er bei einem Autounfall ums Leben. Ein Angriff wird ausgeschlossen.

Der schwedische Karikaturist Lars Vilks, der wegen einer Mohammed-Karikatur unter Polizeischutz stand, ist bei einem Verkehrsunfall in Schweden gestorben. Neben Vilks kamen auch die beiden Polizeibeamten ums Leben, die zum Schutz des Künstlers abgestellt waren. Das teilte die schwedische Polizei der Nachrichtenagentur «AFP» mit.

Der Unfall ereignete sich demnach am Sonntagnachmittag auf der Autobahn E4 in der Nähe der Stadt Markaryd im Süden des Landes. Das Auto mit Vilks und den Polizisten stiess frontal mit einem in der Gegenrichtung fahrenden Lastwagen zusammen. Einen Angriff auf Vilks schlossen die Behörden aus. Der Fall werde «wie jeder andere Verkehrsunfall untersucht».

Nach Angaben der Tageszeitung «Expressen» durchbrach das Fahrzeug, in dem Vilks sass, aus noch ungeklärter Ursache eine Leitplanke, bevor es mit dem Lastwagen zusammenstiess. Der Lastwagenchauffeur wurde der Polizei zufolge in ein Spital eingewiesen.

«Dass die Person, die wir schützen wollten, und zwei Kollegen bei dieser Tragödie ums Leben kamen, ist unfassbar und sehr traurig», sagte Carina Persson, Leiterin der Regionalpolizei.

Anschlag entkommen

Vilks stand seit 2007 unter Polizeischutz, nachdem er Mohammed als Hund gemalt hatte. Am 14. Februar 2015 wurde der Karikaturist in Dänemarks Hauptstadt Kopenhagen Ziel eines Anschlags. Zwar entkam Vilks dem dänischen Attentäter mit palästinensischen Wurzeln.

Der 22-jährige Attentäter tötete jedoch den dänischen Filmemacher Finn Nörgaard und verletzte drei Polizisten. Später tötete der vorbestrafte Täter vor einer Synagoge einen jüdischen Wachmann und verletzte zwei Polizisten, bevor ihn die Polizei erschoss. (sda/bat)