Mittelmeer
Hunderte Migranten vermisst
Die Internationale Organisation für Migration (IOM) ist zutiefst besorgt über Berichte über tödliche Schiffsunglücke im zentralen Mittelmeer. Vorläufigen Informationen zufolge würden Hunderte Migranten und Flüchtlinge auf See vermisst oder seien vermutlich ums Leben gekommen, teilte die IOM mit.
Das schlechte Wetter behindere die Such- und Rettungsmassnahmen erheblich. Auf der Insel Lampedusa in Süditalien seien für ein Boot, das aus Sfax, Tunesien, ausgelaufen war, drei Todesfälle bestätigt worden. Unter den Opfern seien Zwillinge im Alter von etwa einem Jahr, die laut Aussage ihrer aus Guinea stammenden Mutter an Unterkühlung gestorben seien. Ein Mann sei ebenfalls kurz nach der Ankunft an Unterkühlung gestorben.
Diese Todesfälle verdeutlichten einmal mehr die Gefährdungen, denen Menschen auf diesen gefährlichen Reisen ausgesetzt seien, hiess es. Das zentrale Mittelmeer gilt als eine der gefährlichsten Routen für Flüchtinge und Migranten, die von Afrika kommend Europa erreichen wollen. Die Menschen zahlen Schleuserbanden hohe Beträge für eine Überfahrt in einem der kaum seetauglichen und überfüllten Boote. Das Kentern der Boote ist eine häufige Ursache der Unglücke. Die IOM gehört zu den Vereinten Nationen. (epd/ no)