Menschenrechtler werfen Huthi Einsatz von Kindersoldaten vor
Die jemenitischen Huthi-Rebellen haben in den letzten Monaten nach eigenen Angaben mehr als 70’000 neue Kämpfer mobilisiert. Im Zuge der jüngsten Mobilisierungskampagne seien auch zahlreiche Minderjährige rekrutiert worden, kritisierte die Menschenrechtsorganisation «Human Rights Watch». Hintergrund der Mobilisierungskampagne sei der Krieg in Nahost.
Mit dem Thema befasste Experten gingen von mindestens Hunderten oder Tausenden neuen Kämpfern unter 18 Jahren aus. Auch von den Huthi verbreitete Bilder zur Mobilisierungskampagne zeigten Menschen, die wie Kinder wirkten. Um wie viele Kinder es sich aber tatsächlich handelt, sei nicht klar.
Die HRW-Jemen-Forscherin Niku Jafarnia warf den Huthi vor, die «palästinensische Sache» auszunutzen, um mehr Kinder für ihren Kampf im Jemen zu rekrutieren.
Seit dem Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober greifen die Huthi-Milizen immer wieder Schiffe im Roten Meer an, um ein Ende der israelischen Militäroffensive zu erreichen. Die Rekrutierungen wurden nach Angaben von «Human Rights Watch» auch mit der Unterstützung der Menschen im Gaza-Streifen begründet.
Im Jemen kämpfen die vom Iran unterstützten Rebellen seit Jahren gegen die Regierung. Der Bürgerkrieg in dem Land auf der arabischen Halbinsel zählt zu den grössten humanitären Katastrophen weltweit. (epd/ no)