Mehr Schutz für Gotteshäuser in Frankreich
Nach dem Messerangriff in Nizza mit drei Toten verstärkt die französische Regierung den Schutz von Gotteshäusern oder Schulen. Dazu werden auch Soldaten der inländischen Anti-Terrormission «Sentinelle» eingesetzt.
Die erhöhten Sicherheitsvorkehrungen verkündete Armeeministerin Florence Parly am 30. Oktober nach der Sitzung eines Verteidigungsrates, der von Staatschef Emmanuel Macron geleitet wurde. Eine besondere Verstärkung mit Sicherheitskräften werde es in der Mittelmeermetropole Nizza geben, sagte Innenminister Gérald Darmanin.
Zwei Opfer in der Kirche
Ein mutmasslicher Terrorist hatte am Donnerstag laut Ermittlern drei Menschen in Nizza mit einem Messer getötet, zwei Opfer wurden in der Kirche Notre-Dame im Stadtzentrum aufgefunden. Unter den Opfern sei der Aufseher der Kirche, teilte Bürgermeister Christian Estrosi auf Twitter mit. Der mutmassliche Täter sei festgenommen worden. Das Stadtoberhaupt sprach von einer «islamofaschistischen» Tat.
Frankreich rief nach dem Angriff die höchste Terrorwarnstufe aus. Macron hatte angekündigt, dass der «Sentinelle»-Einsatz von bisher 3000 auf nun 7000 Soldaten aufgestockt werde. Aussenminister Jean-Yves Le Drian sagte, dass auch der Schutz von französischen Einrichtungen im Ausland verstärkt werden solle. Das gelte beispielsweise für Schulen. (sda/dpa/epd)