Mehr als 1,4 Milliarden Menschen leiden unter Wassermangel

Laut den Vereinten Nationen haben über 1,4 Milliarden Menschen keinen genügenden Zugang zu sauberem Wasser. Das trifft besonders Menschen in armen Ländern, darunter auch viele Kinder.

Unter den 1,4 Milliarden Menschen, die unter einem Wassermangel leiden, seien 450 Millionen Kinder, warnte das Hilfswerk Unicef am 18. März. Damit habe jedes fünfte Kind weltweit nicht genug Wasser, um seinen täglichen Bedarf zu decken.

Die Wasserkrise macht laut Unicef besonders den Menschen in armen Ländern zu schaffen. Der Klimawandel werde die Krise noch verschlimmern, warnte Exekutivdirektorin Henrietta Fore anlässlich des Weltwassertages am 22. März. Die Wasserknappheit führe zu Mangelernährung und begünstige die Ausbreitung von Krankheiten. Bei Kindern könnten Wachstumsstörungen auftreten.

«Wassersicherheit für alle»

Den Angaben nach leben Kinder in mehr als 80 Ländern in Gebieten «mit hoher oder extrem hoher Wasserunsicherheit». Im östlichen und südlichen Afrika sei der Anteil der betroffenen Jungen und Mädchen am höchsten. Mehr als die Hälfte der Kinder dort habe Schwierigkeiten, täglich Zugang zu ausreichend Wasser zu bekommen. Auch West- und Zentralafrika, Südasien und der Nahe Osten seien besonders vom Wassermangel betroffen. In Südasien leben laut Unicef die meisten Kinder in «hoher oder extrem hoher Wasserunsicherheit», es seien mehr als 155 Millionen Mädchen und Jungen.

Angesichts der Wasserkrise kündigte das Kinderhilfswerk der UN eine Initiative unter dem Motto «Wassersicherheit für alle» («Water Security for All») an. Langfristiges Ziel sei es, jedem Kind eine ausreichende Wasserversorgung zu geben, hiess es. Die Initiative solle Ressourcen, Partnerschaften und Innovationen bündeln und Unterstützung für die Krisengebiete mobilisieren, in denen Investitionen in die Wasser- und Sanitärversorgung sowie Hygiene am dringendsten seien. (epd/mos)