Insgesamt 1,2 Milliarden Kinder sind gefährdet. Extrem benachteiligt seien Kinder in West- und Zentralafrika. Das geht aus einem Bericht der Kinderrechtsorganisation «Save the Children» hervor.
«Frühverheiratung, Kinderarbeit und Mangelernährung sind nur einige der alarmierenden Lebensumstände, die Kinder ihrer Kindheit berauben. Das müssen wir ändern – und wir können es auch», wird Ömer Güven, Geschäftsführer von «Save the Children Schweiz» in einer Mitteilung vom 30. Mai zitiert. Die Organisation untersuchte für ihren Bericht «Gesichter der Ausgrenzung» die Situation in 175 Ländern.
Schweiz auf Platz 17
In 95 Staaten habe sich die Lage verbessert, in rund 40 Ländern aber extrem verschlechtert. Niger bleibe das Schlusslicht. Mali, die Zentralafrikanischen Republik und der Tschad seien nur knapp davor. «Eine eher unbeschwerte Kindheit erleben Kinder in Singapur, Slowenien, Norwegen und Schweden», heisst es in dem Bericht. Die Schweiz belegt Platz 17. Trotz ihrer wirtschaftlichen, militärischen und technologischen Stärke liegen die USA (Platz 36), Russland (37) und China (40) im Index hinter allen westeuropäischen Staaten.
Der Index vergleicht Indikatoren wie Mangelernährung, Zugang zur Schulbildung, Ernährung, gesundheitliche Probleme und extreme Gewalt.
Die Organisation verlangt von allen Regierungen, jedem Kind einen optimalen Start ins Leben zu ermöglichen. «Jetzt müssen die Nationen handeln, damit die Uno-Nachhaltigkeitsvereinbarungen, ausnahmslos allen Kindern eine Zukunft zu geben, auch erfüllt werden. Zu viel steht auf dem Spiel», betont Güven. (sda/bat)