Krieg in der Ukraine
Lebensgefahr durch Kälte in Kiew und weiteren Regionen
Keine Heizung, kein Strom: Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat vor Lebensgefahr für die Menschen im dritten Kriegswinter in der Ukraine gewarnt. «Das Leid der Menschen ist für uns schwer vorstellbar», sagte der Leiter der Internationalen Zusammenarbeit des DRK, Christof Johnen, der «Augsburger Allgemeinen».
Bei zweistelligen Minusgraden müssten viele Menschen seit Tagen ohne Heizung und Strom ums Überleben kämpfen. Grund seien die neuerlichen russischen Angriffe auf die ukrainische Energieversorgung.
Die Kälte könne für besonders verletzliche Bevölkerungsgruppen wie kranke, ältere oder obdachlose Menschen lebensgefährlich werden, warnte Johnen. Insgesamt wachse in der Bevölkerung die Gefahr verschiedener Krankheiten durch die starke Belastung des Immunsystems. Das Deutsche Rote Kreuz habe seine Hilfe nochmals ausgebaut und bereits eine erste Lieferung von 18 Stromgeneratoren auf den Weg gebracht.
Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) half 2025 die Wasserversorgung der Städte Saporischja und Cherson zu reparieren und sicherzustellen. In Cherson stellte das IKRK ausserdem Heizungsrohre instand für die Wärmeversorgung von rund 43'000 Menschen.
Gleichzeitig verhandeln Delegationen aus der Ukraine und Russland in Abu Dhabi über «Wege zum Frieden». Weil Russland unablässig nächtliche Luftangriffe auf die Zivilbevölkerung fliegt, hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj angekündigt, die Arbeit des Verhandlungsteams werde angepasst. Darüber berichtet der «Spiegel». Am 24. Februar jährt sich der Einmarsch der russischen Arme in die Ukraine zum vierten Mal. (epd/ dst)