LU: Landeskirchen gegen Durchsetzungsinitiative

Die drei Luzerner Landeskirchen lehnen die Durchsetzungsinitiative, über die am 28. Februar abgestimmt wird, «entschieden» ab. «Auffordern» sei gewinnbringender als «durchsetzen».

Mit diesem Bild wirbt das NGO-Komitee für eine Ablehnung der Durchsetzungsinitiative. (Bild: Screenshot durchsetzungsinitiative-nein.ch)

«Die Kirchen anerkennen, dass die grosse Zahl von Menschen, die in unserem Land Schutz vor Verfolgung und Unterdrückung suchen, Angst machen kann», heisst es in einer Medienmitteilung der reformierten, katholischen und christkatholischen Kirchen Luzern vom Donnerstag. Als Christen gebe es Grundlagen, über die wir nicht verfügen dürften. Dazu gehöre das in der Bundesverfassung verankerte Recht auf Gleichbehandlung aller Menschen vor dem Gesetz. «Wer aber Menschen ohne Schweizerpass allein danach beurteilt, was sie falsch gemacht haben, masst sich Macht an, die ihm nicht zusteht», schreiben die Kirchen.

Einladung und Forderung

Im Umgang mit Menschen anderer Herkunft und Kultur sei «auffordern» besser als «durchsetzen», finden die Kirchen: «Wir dürfen die Menschen, die zu uns kommen, auffordern, sich gewinnbringend in unsere Kultur zu integrieren». Das sei sowohl als Forderung aber auch als Einladung zu verstehen.

 

Zur Erklärung im Wortlaut