Locher und Verfasserinnen des Offenen Briefes einigen sich auf drei Projekte

Vor einem Jahr kritisierte ein Offener Brief Kirchenbundspräsident Gottfried Locher. Grund dafür waren «antifeministische» Aussagen in der «Weltwoche». Nach bald einem Jahr und drei Gesprächen seien die Verfasserinnen sowie ein Verfasser und der Kirchenbund auf einen «Grünen Zweig» und drei Projekte gekommen.

Zusammenarbeit zwischen Verfasser des Offenen Briefes und dem Kirchenbund sind abgeschlossen.
Die Zusammenarbeit zwischen den Verfasserinnen des Offenen Briefes und dem Kirchenbund sind abgeschlossen. (Bild: Reformierte Landeskirche Aargau)

Aus der nun abgeschlossenen Zusammenarbeit zwischen den Verfassern des Offenen Briefes und Kirchenbundspräsident Gottfried Locher seien hauptsächlich drei Schwerpunkte in Form von Projekten gelegt worden, wie es in der Medienmitteilung heisst. Diesen soll sich nun der Kirchenbund annehmen. Folgende Projekte wurden lanciert:

  • Der erste Punkt betrifft das Prädikat «Familie und Beruf», das dieses Jahr dem Kirchenbund verliehen wurde. Dieses soll nun zum «Trend» entwickelt werden, wie es in der Medienmitteilung heisst. Es geht in diesem Prädikat um Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie um die Gleichstellung von Mann und Frau.
  • Weiter soll die «geschlechtergerechte Sprache» in den reformierten Landeskirchen gefördert werden. Dafür wird der Kirchenbund bis Pfingsten 2016 einen nationalen Leitfaden entwickeln. Damit wollen die Gesprächspartner «sprachliche Stereotypen aufbrechen» und die «stilsichere und kreative Verwendung der geschlechtergerechten Sprache» fördern.
  • Zuletzt soll sich der Kirchenbund im überkantonalen Bereich dem Thema «Prävention sexueller Gewalt» widmen.

Beim Abschluss und dritten Gespräch am 14. September nahmen folgende Personen teil: Judith Borter, Sabine Brändlin, Adelheid Heeb Guzzi, Sabine Scheuter, Rolf Schlatter, Doris Wagner und Evelyne Zinsstag. Der Kirchenbund war durch Gottfried Locher und Hella Hoppe vertreten.