Preis für Zivilcourage
Lea Blattner für «Prix Courage» nominiert
Die Sozialdiakonin und Grünen-Politikerin Lea Blattner gehört zu den Nominierten für den «Prix Courage 2026» des «Beobachters». Mit der Auszeichnung werden Menschen geehrt, die durch mutiges Handeln Verantwortung übernehmen.
Blattner wird für ihren «furchtlosen Bruch mit ihrer Freikirche und der eigenen Partei» gewürdigt, wie der «Beobachter» schreibt. Aufgewachsen in einem freikirchlichen Umfeld, versuchte Blattner während Jahren mithilfe einer sogenannten Konversionstherapie ihre Homosexualität zu überwinden.
Als Co-Präsidentin der Jungen EVP und Vorstandsmitglied der EVP Schweiz machte sie ihr Coming-out im April 2025 öffentlich. Dies obwohl sie wusste, dass sie damit ihr soziales Umfeld verlieren könnte. Tatsächlich folgten auf das Coming-out Anfeindungen, Hassbotschaften und Morddrohungen. Anfang 2026 trat sie von ihren Parteiämtern zurück, wenig später verliess sie die EVP (ref.ch berichtete).
Lea Blattner ist die dritte bisher vorgestellte Kandidatin für den Prix Courage 2026. Zuvor nominierte der «Beobachter» Saskia Leber, die nach erlebter sexualisierter Gewalt an die Öffentlichkeit ging und sich dafür einsetzt, dass Betroffene ernst genommen werden. Ebenfalls nominiert ist Manuela Eggli. Sie stellte sich nach einer missglückten Rückenoperation gegen ihren behandelnden Arzt und trug dazu bei, dass ein Verfahren eingeleitet wurde.
Weitere Kandidatinnen und Kandidaten werden in den kommenden Wochen vorgestellt. Die Gewinnerin oder der Gewinner wird durch das Publikum und die Jury bestimmt. Die Preisverleihung findet am 3. November 2026 in Zürich statt. (no)