Landeskirchen heben ihren Beitrag zur Gesellschaft hervor
Knapp 834'000 Stunden Freiwilligenarbeit oder rund 143 Millionen Franken – mit diesen Zahlen haben die drei Berner Landeskirchen an einer Medienkonferenz ihre Leistungen für die Allgemeinheit ausgewiesen. Nicht immer sei dieses Engagement sichtbar. Es umfasse unter anderem Beiträge an kulturelle Institutionen, Beratungsstellen, Lebensmittelabgabestellen für Bedürftige, Deutschkurse für Geflüchtete oder die Alters- und Jugendarbeit.
Für diese Leistungen erhalten die Landeskirchen Geld von der öffentlichen Hand, das unter anderem von Unternehmen stammt. Doch diese Beiträge stehen derzeit zur Diskussion. In einer Motion, die derzeit im Grossen Rat des Kantons Bern hängig ist, fordert die FDP mit der Unterstützung aus Teilen der SVP und der Mitte die Abschaffung der obligatorischen Kirchensteuer für juristische Personen. Stattdessen soll sie durch eine freiwillige Kirchensteuer ersetzt werden.
Hätte die Motion Erfolg, so die Landeskirchen, müssten viele Kirchgemeinden ihre Angebote für die Gesellschaft reduzieren. Ausserdem wäre es für den Staat teurer, diese Aufgaben selber zu übernehmen, weil in kirchlichen Projekten viele Freiwillige mithelfen würden. (pef)